2026: Von der Reflexion zur Praxis – Umgang mit Rassismus und Diskriminierung im Bibliotheksbestand
Datum: Freitag, 06. November 2026
Zeit: 09.15 bis 17.00 Uhr
Ort: Kirchgemeinde Bümpliz, Grosser Saal, Bernstrasse 85, 3018 Bern
Sprachen: Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Anmeldung: Hier geht es zur Anmeldung. !Die Anzahl Plätze ist beschränkt – Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
Anmeldeschluss: 23.10.2026
Kosten (inkl. Verpflegung und Mittagessen):
-Interbiblio A-Mitglieder: kostenlos (max. 2 Plätze zum reduzierten Tarif pro Institution)
-Interbiblio B-F-Mitglieder: 90 CHF (max. 2 Plätze zum reduzierten Tarif pro Institution)
-Nicht-Mitglieder: 180 CHF
-Studierende / AHV / IV / Kulturlegi: 90 CHF
Der Preis soll kein Hinderungsgrund für eine Teilnahme an der Tagung sein. Bei Bedarf ist eine Preisreduktion möglich – bitte einfach via
-organisiert in Zusammenarbeit mit Bibliomedia
Der rassismus- und diskriminierungskritische Umgang mit Bibliotheksbeständen ist sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in der bibliothekarischen Praxis ein zentrales Thema. Als öffentlich finanzierte Bildungs- und Kulturinstitutionen tragen Bibliotheken eine besondere Verantwortung für einen reflektierten und sensiblen Umgang mit ihren Beständen. Gleichzeitig enthalten viele Bestände weiterhin Werke mit rassistischen oder diskriminierenden Darstellungen, deren unkritische Vermittlung bestehende Stereotype und Ausschlüsse verstärken kann.
An der Tagung werden diese Herausforderungen in Fachreferaten aufgegriffen, die sich unter anderem mit dem historischen Kontext von Rassismus und seinen gesellschaftlichen Auswirkungen, der Erkennung diskriminierender Werke in der bibliothekarischen Praxis, der Förderung diverser Bestände sowie mit ethischen Fragen und dem Spannungsfeld von Ethik, Neutralität und Verantwortung in Bibliotheken beschäftigen.
Ergänzt wird das Programm durch einen Workshop, in dem gemeinsam praxisnahe Empfehlungen für den bibliothekarischen Alltag entwickelt werden.
Die Tagung ist Teil eines laufenden Projekts, in dem gemeinsam mit Bibliotheken und Institutionen eine Publikation mit konkreten Handlungsempfehlungen für die bibliothekarische Praxis erarbeitet wird.
Das fertige Tagungsprogramm wird wird im September aufgeschaltet – eine Anmeldung ist aber bereits jetzt möglich.
2025: Lesen als Ressource und Instrument der Resilienz: Literatur und psychische Gesundheit in der Migrationsgesellschaft Schweiz – und die Rolle der Bibliotheken
Datum: Freitag, 07. November 2025
Zeit: ca. 09.15 bis 17.00 Uhr
Ort: Kirchgemeinde Bümpliz, Grosser Saal, Bernstrasse 85, 3018 Bern
Sprachen: Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Anmeldeschluss: 24.10.2025
Kosten (inkl. Verpflegung und Mittagessen):
Mitglieder von Interbiblio: A: kostenlos / B - F: 90.- CHF
Nicht-Mitglieder: 180.- CHF; Studierende / AHV / IV / Kulturlegi: 90.- CHF
organisiert in Zusammenarbeit mit Bibliomedia
Literatur kann mehr als unterhalten: Sie stärkt das emotionale Wohlbefinden, bietet Trost und hilft, schwierige Erfahrungen zu verarbeiten. Die heilsame Wirkung von Geschichten zeigt sich besonders in ihrer Fähigkeit, Identifikation und Empathie zu fördern. Literatur schafft Raum für Reflexion, erleichtert den Umgang mit belastenden Situationen und bietet neue Perspektiven auf eigene Herausforderungen. Besonders im Kontext von Migration und Flucht spielt Literatur eine entscheidende Rolle. Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung sind oft mit erhöhten Risiken für psychische Erkrankungen wie posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Depressionen oder Angststörungen konfrontiert.
Die diesjährige Tagung von Interbiblio sensibilisiert für die Bedeutung von Literatur und Bibliotheken in der Gesundheitsförderung, insbesondere im Kontext von Migration und Flucht, und fördert Vermittlungsangebote, die Literatur mit Gesundheitsaspekten verbinden. Zudem werden inspirierende Praxisbeispiele präsentiert.

2024: Leseförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit und Migration
Datum: Freitag, 15. November 2024
Zeit: ca. 09.15 bis 17.00 Uhr
Ort: Kirchgemeinde Bümpliz, Grosser Saal, Bernstrasse 85, 3018 Bern
Sprachen: Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Lesen ist eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die demographische Entwicklung gewinnt die Leseförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit und Migration an besonderer Relevanz. In der Forschung zeigt sich, wie wichtig das Vorlesen für den allgemeinen Spracherwerb ist und dass sich die Sprachfähigkeiten, die zwei- oder mehrsprachig aufwachsende Kinder erwerben, in gegenseitiger Abhängigkeit entwickeln. Hat ein Kind gefestigte Grundlagen in seiner Erstsprache, begünstigt das den Erwerb einer neuen Sprache.
Bibliotheken kommt in der Leseförderung als Institutionen in der Schnittstelle von Bildung und Kultur eine wichtige Rolle zuteil. Deshalb widmen wir uns in der diesjährigen Interbiblio-Tagung zusammen mit spannenden Referent:innen der Leseförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit und Migration.

2023: Chancengerechtigkeit im Schweizer Bildungssystem und die Rolle der Bibliotheken
Datum: Freitag, 27. Oktober 2023
Zeit: ca. 09.30 bis 17.00 Uhr
Ort: Haus der Religionen, Veranstaltungsraum (OG), Europaplatz 1, 3008 Bern
Sprachen: Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung
Anmeldeschluss: 06.10.2023
Kosten: für Mitglieder von Interbiblio kostenlos, Nicht-Mitglieder: 150.- CHF, Studierende: 75.- CHF
Studien zeigen klar: Sozialer Status und Bildung der Eltern sind entscheidend für die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Haben diese zusätzlich noch eine Migrationsgeschichte – was bei einem grossen Teil der benachteiligten Gruppen der Fall ist –, sinken die Chancen noch mehr, einen höheren Bildungsabschluss zu erlangen. In den vergangenen Jahren ist die Bildungsgerechtigkeit auch in der Schweiz zunehmend in den Fokus gerückt – ein Problem, das zusätzlich durch den akuten Lehrkräftemangel verstärkt wird. Und obwohl die soziale Mobilität in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, sind wir noch weit entfernt von einem chancengerechten Bildungssystem. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vorurteile oder rassistische Einstellungen der Lehrpersonen, überlastete und überforderte Lehrpersonen, struktureller Rassismus, mangelnde Unterstützung durch die Eltern oder Sprachdefizite, um nur einige zu nennen. Bibliotheken kommen als Institutionen in der Schnittstelle von Bildung und Kultur eine wichtige Rolle zuteil. Deshalb widmen wir uns in der diesjährigen Interbiblio-Tagung der Bildungsgerechtigkeit in der Schweiz.
Detaillierte Informationen zum Programm lassen wir Ihnen zu gegebener Zeit zukommen.
Programm

2022: Wenn es «gute» und «schlechte» Kulturen gibt - Hierarchien in der soziokulturellen Landschaft
Wir befinden uns in einer Umbruchphase: Diskurse rund um Antidiskriminierung, Rassismuskritik und Diversität sind im Mainstream angekommen. Und doch ist die Gesellschaft noch weit davon entfernt, frei von rassistischen Denkmustern zu sein. Wir leben nach wie vor in einer hierarchischen Gesellschaft, in der es «richtige» und «falsche» Geflüchtete, «bereichernde» und weniger «bereichernde» Sprachen, willkommene Expats und weniger willkommene Migrant*innen gibt [...]


